WWU

Institut für Soziologie, Abteilung I

Seminar:       Zensur und Verbote in den

                      populärkulturellen Medien

                      Deutschlands;

Sommersemester 2000

Dozent:        Dr. phil. Roland Seim M.A.        

Verfasser:    Bernd Pröschold

 

 

 

 

 

Medienzensur in der BRD im Lichte des

Wertewandels

 

Anmerkung:

 

 

Der Verfasser empfiehlt seinen Lesern im

Rahmen der Veröffentlichung im WWW

vor allem die Lektüre von Kapitel drei.

 

 

 

 

 

 

Verfasser: Bernd Pröschold

Hoffschultestraße 20a

48155 Münster

Tel.: 0251/6742921

e-mail: proen@uni-muenster.de

 

                          

Studiengang: Soziologie, Magister Hf., 6.FS

Kommunikationswissenschaft, Mag. Nf., 4.FS

Angewandte Kulturwissenschaften, Mag. Nf., 5.FS

 

 

 

 

Inhaltsverzeichnis

 

 

Seite

 

1.                     Medien und Wertewandel: Entwicklung eines theoretischen Rahmens

 

2

1.1. Werte und Wertewandel: Begriffsklärung

2

1.2. Funktion von Werten und ihrem Wandel und die Rolle der Medienzensur

3

1.3. Medien und Zensur im Fokus verschiedener Wertewandeltheorien

6

 

2.                     Rechtsprechung und Wertewandel

 

7

2.1. Das GjSM (Gesetz über die Verbreitung jugendgefährdender Schriften und       

       Medieninhalte)

8

2.2. Das JÖSchG (Gesetz zum Schutz der Jugend in der Öffentlichkeit)

10

 

3.                     Herausforderungen an die Zensurpraxis in einer individualisierten

     Gesellschaft

 

12

 

 

3.1.                Talkshows im deutschen Fernsehen: Kulturkritische Einwände und ethische  

Bedenken

13

3.2. Rechtliche Entwicklung

14

3.3. Exkurs: Die politischen Lager

15

3.4. Zusammenfassung und Anregung zur Diskussion

15

 

 

 

 

„Alles ist im Fluß“ - Zeitgeist und Wertewandel

 

Gegenstand meiner Arbeit ist die Untersuchung der dynamischen Wechselbeziehungen zwischen den Zensurpraktiken einer Gesellschaft und dem Wertewandel in ihr. Im ersten Teil meiner Arbeit werde ich den schillernden Begriff des Wertewandels versuchen zu präzisieren und erläutern, inwiefern er mit Veränderungsprozessen in den Medien in Zusammenhang steht. Im zweiten Kapitel werde ich den Zusammenhang zwischen gesellschaftlichen Wandlungsprozessen einerseits und dem Wandel der Rechtsnormen auf dem Gebiet der Medienzensur in der Bundesrepublik Deutschland zwischen 1950 und dem Jahr 2000 andererseits exemplarisch erläutern. Im Schlußteil folgt eine Untersuchung der jüngsten Entwicklung von Emotainmentformaten im Fernsehprogramm  hinsichtlich Zensurbestimmungen und gesellschaftstheoretischem Hintergrund. Im Laufe der Arbeit werde ich drei Thesen formulieren, die dem fortschreiten Erkenntnisgrad meiner Untersuchung Rechnung tragen.

 

1. Medien und Wertewandel: Entwicklung eines theoretischen Rahmens

 

1.1. Werte und Wertewandel: Begriffsklärung

 

Prinzipiell lassen sich zwei unterschiedliche Ansätze bei der Bestimmung des Wertebegriffs ausmachen. Zum einen können Werte als grundlegende, zentrale und allgemeine Zielvorstellungen und Orientierungsleitlinien für menschliches Handeln und soziales Zusammenleben, innerhalb einer Subkultur, Kultur oder sogar im Rahmen der Menschheit verstanden werden.[1] Zum anderen lassen sie sich als verinnerlichte Verhaltensstandarts, die von einer Person im Prozeß der Erziehung bzw. Sozialisation erworben werden, bestimmen.[2] Dieser Prozeß ist wiederum in ein bestimmtes kulturelles Umfeld eingebettet. Gemeinsam ist diesen Beschreibungen, daß Werte als kulturspezifisch und orientierungsleitend für menschliches Handeln klassifiziert werden. Sie sind tief in Personen verankert und daher weniger wandelbar als Meinungen, Urteile, Einstellungen und Bedürfnisse. Auf personaler wie auf gesellschaftlicher Ebene dienen sie der Legitimation von Handlungen und Entscheidungen.

 

Werte stehen dabei in einem hierarchischen Verhältnis zueinander. Man unterscheidet zwischen Grundwerten, instrumentellen Werten und Tugenden: Grundwerte, sogenannte Werte erster Ordnung, sind oberste Prinzipien, die einen minimalen gesellschaftlichen Basiskonsens ermöglichen. Zu ihnen zählen Menschenwürde, Freiheit, Leben, Gleichheit, Gerechtigkeit, Solidarität und Pluralität. Instrumentelle Werte, die Werte zweiter Ordnung, haben eine Funktion für die höher angesiedelten Werte. Beispielsweise war Arbeit in der calvinistischen Ethik ein religiöser Wert erster Ordnung, heute steht Arbeit im Dienste von Ansehen, Einkommen und Selbstverwirklichung. Werte dritter Ordnung sind die sogenannten Tugenden. Sie dienen der Verwirklichung von Werten und sind daher eher Normen oder Regeln. Als Beispiele sind Toleranz, Sparsamkeit, Disziplin und Ordnungsliebe zu nennen.

 

Prinzipiell lassen sich zwei Formen des Wertewandels unterscheiden.[3] Zum einen manifestiert sich Wertewandel in einem Auf- und Abstieg bestimmter Werte auf der Rangskala im Zuge bestimmter gesellschaftlich-historischer Veränderungen. Zum anderen können Werte im Laufe der Zeit einen Bedeutungswandel erfahren. Beispielsweise war der Wert Familie bei Aristoteles mit Patriarchat, Hierarchie und auch Sklaverei verbunden, heute steht er für Intimität, Schutz und Geborgenheit. Bei diesen beiden Typen handelt es sich um analytische Extreme, in der sozialen Wirklichkeit wird man eine Mischung dieser Varianten ausmachen können.

 

1.2. Funktion von Werten und ihrem Wandel und die Rolle der Medienzensur

 

Da Zensurbestimmungen immer auf bestimmten Wertvorstellungen einer Gesellschaft aufbauen, ist es in unserem Zusammenhang wichtig zu fragen, welche Funktion den Wertdispositionen zukommt. Diese Funktion, die Werte im Gesellschaftssystem übernehmen, hängt dabei von der Wahl der theoretischen Perspektive ab: Kultursoziologisch betrachtet haben Werte eine stabilisierende Funktion. Sie stiften Orientierung und Integration. Systemtheoretisch gesehen bewirken Werte eine „Reduktion von Komplexität“ (Luhmann): In einer differenzierten in unterschiedliche Subgruppen zerfallenen Gesellschaft dienen sie der Sinnbildung und Identitätsbewahrung. Aus herrschaftssoziologischem Blickwinkel haben Werte eine bewahrende Funktion. Sie werden von den Herrschenden gesetzt und dienen sowohl dem Erhalt ihrer Vorzugslage als auch der Berechenbarkeit von Handlungsweisen und somit der Vergemeinschaftung. Zensur ist in dieser Perspektive ein Mittel zur sozialen Normenkontrolle aus Angst vor Veränderungen.

 

Trotz dieses Erfordernisses stabiler kultureller Orientierungsmuster, muß sich das Wertegefüge einer Gesellschaft an soziale Problemlagen anpassen. Diese stehen im Zusammenhang mit technischen, wirtschaftlichen und politischen Veränderungen. Dadurch ergibt sich ein Spannungsgefüge aus „dynamischer Variabilität und traditionellen Mustern“[4], in dem auch die Medienzensur anzusiedeln ist: In Medien auftretende Meinungen sind Gegenstand staatlicher und sozialer Kontrolle.

 

Gerade in Deutschland herrscht allerdings traditionsbedingt ein gewisses Obrigkeitsdenken. Repräsentanten der Macht und staatliche Organe gelten als absolute Instanzen, Freiheitsrechte sind wenig im Bewußtsein der Bevölkerung verankert. Gesellschaftliche Veränderungen wie neue Medienangebote setzen sich nur langsam gegen die konservative Haltung des Staates durch. Prinzipiell ergibt sich aber auch in der BRD ein dialektisches Wechselspiel zwischen objektiven Lebensbedingungen, die unter anderem von den Massenmedien geprägt sind, und dem Wertgefüge innerhalb der Gesellschaft. In Anlehnung an das von Talcott Parsons entworfene Modell der Dreierbeziehung zwischen Gesellschaft, Kultur und Person, die über die Prozesse der Sozialisation, der Institutionalisierung und der Internalisierung aufeinander bezogen sind, habe ich versucht, die Beziehung zwischen Medien und Wertdispositionen in ein Schema zu übertragen: Werte sind als oberste Deutungsmuster im Bereich der Kultur anzusiedeln, die Medien gehören neben anderen Institutionen zur gesellschaftlichen Wirklichkeit. Die Medien üben einen gewissen Einfluß auf unsere Kultur aus,[5] Zensurinstitutionen verbieten aber unter Rückgriff auf kulturelle Wertvorstellungen bestimmte Medienangebote:

 

                                                                                      

Veränderungen v.a. bei

Annahme der Lebenszyklusthese                         

 


Rückwirkungen z.B.

 durch Politik oder Medien

 

 


  

 

                          Kultur                                            Gesellschaft

                                                                                          (mit ihren Institutionen

                                                                                         und Lebensbedingungen)

                                 

                                       Werte                                Medien

 

 

 

 


Institutionalisierung

(u.a. Medienzensur)

 

Veränderungen

v.a. bei Annahme der

Generationsthese

 

(Quelle: Eigene Darstellung)

 

Als Beispiel für das Wechselspiel zwischen Wertdispositionen und Medienangeboten können die Oswalt-Kolle-Filme der 60er und 70er Jahre dienen. Ein gewisses Maß an Liberalisierung innerhalb der Kultur war nötig, um diese Filme vor der Zensur zu bewahren, ihr Inhalt wirkte wiederum aufklärerisch und liberalisierend auf unsere Kultur zurück.

 

1.3. Medien und Zensur im Fokus verschiedener Wertewandeltheorien

 

Bei einem raschen Wertewandel in der Gesellschaft müssen sich auf die Zensurinstitutionen diesen kulturellen Veränderungen anpassen. Empirische Untersuchungen über das Ausmaß dieses Wandels lagen in der Vergangenheit zwei unterschiedliche Annahmen zugrunde. Die Generationsthese besagt, daß jede Generation im Laufe ihrer Sozialisation bestimmte Werthaltungen ausbildet und lebenslang beibehält. Einmal angeeignete Wertmuster lassen sich durch Veränderung der Lebensbedingungen relativ schwer beeinflussen. Da jede Generation eigene Wertvorstellung transportiert, wandelt sich das Wertesystem einer Gesellschaft kontinuierlich. Die Lebenszyklusthese unterstellt hingegen, daß die Ausprägung bestimmter Werthaltungen in Abhängigkeit bestimmter Lebensphasen erfolgt. So bedingt beispielsweise die Übernahme von Verantwortungsrollen in Beruf und Familie eine eher konservative Wertanpassung. Auf gesellschaftlicher Ebene setzt sich ein Wertewandel nur sehr langsam durch, da es keine Generationen gibt, die neue Werte dauerhaft vertritt.

 

Diese Hypothesen manifestieren sich in den beiden bekanntesten Werken zum Thema Wertewandel. Die umfangreiche Kritik an ihnen wird hier aufgrund des explikativen Charakters meiner Ausführungen ausgeklammert. Die Postmaterialismus-Theorie von Ronald Inglehart beschreibt eine „Stille Revolution“ des Wandels von materiellen zu immateriellen Werten. Wessen Kindheit und Jugend von materieller Knappheit und mangelnder Sicherheit begleitet wurde, neigt sein Leben lang zu materiellen Werten. Ein Aufwachsen im Wohlstand bewirkt ein Streben nach sozialen Zielen und Selbstverwirklichung. Es wird also die Generationsthese unterstellt. Helmut Klages beschreibt einen langsamen Wandel von Pflicht- und Akzeptanzwerten wie Disziplin, Gehorsam, Leistung, Ordnung, Pflichterfüllung und Selbstbeherrschung hin zu Selbstentfaltungswerten wie Kreativität, Ungebundenheit und Selbständigkeit. Im Laufe seines Lebens kann jeder auch wieder zu  Pflicht- und Akzeptanzwerten zurücktendieren, wie es die  Lebenszyklushypothese unterstellt. In der Bevölkerung bilden sich Mischformen zwischen beiden Polen.

 

Bei Annahme der Generationsthese müssen sich die Zensurpraktiken in unserer Gesellschaft dem veränderten Wertgefüge relativ rasch anpassen. Im Zuge der Jugendbewegung der 60er Jahre kann aufgrund eines relativ schnellen Wertewandels die Generationsthese unterstellt werden. Die fünfziger Jahre waren in der Bundesrepublik kulturell von einem Verdrängen der Vergangenheit geprägt. Dies äußerte sich in einem gewissen Heile-Welt-Denken und einem Rückzug ins Private. Bewahrpädagogik und autoritäre Erziehung waren die leitenden Paradigmen der Erziehung. Die Jugendbewegung der 60er Jahre rüttelte die Prüderie der Adenauerära wach. Inspiriert durch die Hippiebewegung etablierte sich Sexualität als Thema in der Öffentlichkeit, Oswalt-Kolle-Filme steuerten einen Beitrag zur sexuellen Aufklärung bei. Auf erzieherischem Gebiet etablierten sich Reformpädagogik und antiautoritäre Erziehung. Anknüpfend an diese Überlegungen läßt sich meine erst These formulieren:

 

These 1: Auch die Zensurpraxis muß sich diesem Wandel anpassen. Beispiele hierfür ist die veränderte Bewertung von Filmen wie „Die Sünderin“ (1950), „Das Schweigen" (1963) oder „Im Reich der Sinne“ (1976) seitens der Zensurbehörden.

 

Ein Blick auf den Wandel der Zensurbestimmungen in der Geschichte der BRD soll helfen, diese These zu überprüfen..

 

2.   Rechtsprechung und Wertewandel

 

Die Zensurgesetze müssen im Laufe der Zeit veränderten Wertvorstellungen Rechnung tragen. Der Jurist W.K. Hastings bemerkt daher zurecht: „Wenn die Menschen keine Zensur wollten, dann gäbe es solche Gesetze auch nicht“.[6] Dies soll am Beispiel der Veränderung der Rechtsprechung im Jugendmedienschutz zwischen 1950 und 1990 veranschaulicht werden.

 

2.1. Das GjSM (Gesetz      über    die     Verbreitung     jugendgefährdender     Schriften     und    Medieninhalte)

 

Das GjSM wurde in seiner ersten Fassung am im Jahr 1953 verabschiedet. Es dient der BPjS (Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften) als rechtliche Grundlage. Im §1, Absatz 1 heißt es:

„Schriften, die geeignet sind, jugendliche sittlich zu gefährden, sind in eine Liste aufzunehmen.“[7] Und weiter im §3:

 

„Eine Schrift darf, sobald ihre Aufnahme in die Liste bekanntgemacht ist, einem Jugendlichen unter achtzehn Jahren nicht feilgeboten oder zugänglich gemacht werden.“

 

Der Paragraph eins des Gesetzes ist seinem Wortlaut nach in der Novellierung vom 12. Juli 1985 erhalten geblieben. Entscheidend geändert hat sich jedoch die in der Erläuterung festgehaltene Interpretation der Floskel „sittlich gefährden“: 1953 hieß es dazu:

 

„Insbesondere bedeutet der Begriff „sittliche Gefährdung“ mehr als nur eine Gefährdung durch unzüchtige oder schamlose Schriften. (...) Derartige jugendschädigende Literatur wird sich vor allem auf dem Gebiete der verrohenden Kriminalmagazine, der Schilderung von Sexualverbrechen und fragwürdigen Abenteuern sowie auf dem Gebiete der sittlich-sexuell schädlichen Schriften finden. Bei letzterem kommen Sitten und Liebesromane, pseudowissenschaftliche Bücher über Sexualwissenschaft, Magazine und Nacktkulturschriften, Zeitschriften für Homsexuelle u.ä. in Frage.“[8]

 

„Schriften, die durch Bild für Nacktkultur werben,“ dürfen „einem Jugendlichen unter achtzehn Jahren nicht zugänglich gemacht werden.“[9]

 

Nach heutiger Rechtsprechung sind Medieninhalte jugendgefährdend, „die unsittlich sind, verrohend wirken, zu Gewalttätigkeit, Verbrechen oder Rassenhaß anreizen sowie den Krieg verherrlichen.“[10] Als pornographisch gilt ein Medium nur dann, „wenn es unter Hintansetzen aller sonstigen menschlichen Bezüge sexuelle Vorgänge in grob aufdringlicher Weise in den Vordergrund rückt und wenn seine objektive Gesamttendenz ausschließlich oder überwiegend auf Aufreizung des Sexualtriebes abzielt. (...) Die Abbildung des nackten menschlichen Körpers schlechthin ist in jedem Fall nicht jugendgefährdend.“[11]

 

Diese Beispiele machen deutlich, daß sich die rechtliche Bewertung von Medieninhalten bezüglich des Jugendschutzes der gesellschaftlichen Entwicklung angepaßt hat. Einschränkend muß jedoch gesagt werden, daß diese Änderungen sich vorwiegend auf den sexuellen Themenbereich beziehen. Darüber hinaus klassifiziert das GjSM die Darstellung von Verbrechen, Krieg und Rassenhaß als jugendgefährdend. Dies gilt sowohl für die Fassung von 1953 als auch für diejenige von1985.

 

Eine merkwürdig Interpretation findet dieser Wandel in der Deutung sexueller Medieninhalte beim FSK Mitglied Folker Hönge: Die Entscheidungen haben „nichts mit einem vielfach diskutierten Wertewandel in der Gesellschaft zu tun, wohl aber mit den Maßstäben, mit denen der heutige Jugendschutz sich weniger traditionell manifestierten Implikationen als vielmehr seinem genuinen Auftrag verpflichtet weiß.“[12] Was steht hinter der Floskel „weniger traditionell manifestierten Implikationen“ wenn nicht eine Veränderung der Wertdispositionen?

 

2.2. Das JÖSchG (Gesetz zum Schutz der Jugend in der Öffentlichkeit)

 

Das JÖSchG wurde in seiner ersten Fassung im Jahr 1951 vom Bundestag verabschiedet. Neben Regelungen zum Medienkonsum von Kindern und Jugendlichen enthält es Bestimmungen zum Alkoholverzehr, zum Besuch öffentlicher Veranstaltungen sowie anderen Bereichen des Jugendschutzes. Das JÖSchG liefert die Kriterien, die den Entscheidungen der FSK zugrunde liegen. In §6 heißt es:

 

„Zu öffentlichen Filmveranstaltungen dürfen zugelassen werden

1.   Kinder im Alter bis zu 10 Jahren, wenn die dabei vorgezeigten Filme als jugendfördernd anerkannt sind ... bis spätestens 20 Uhr...;

2.   Jugendliche im Alter von 10 bis 16 Jahren, wenn die dabei vorgezeigten Filme als geeignet zur Vorführung vor Jugendlichen anerkannt sind ... bis spätestens 22 Uhr... .“[13]

 

Im Kommentar zu dem Gesetz befindet sich eine Liste der FSK, in die als jugendfördernd anerkannte Filme aufgenommen wurden. Des weiteren heißt es dort: „Daß die Jugend vor solchen ungeeigneten Filmen geschützt werden muß, die Eindrücke vermitteln, denen ein heranreifender Mensch noch nicht gewachsen ist, wird wohl allgemein bejaht werden.“[14]

 

Der Gesetzeskommentar von 1993 geht ausführlich auf die gesellschaftlichen Wandlungsprozesse der 60er Jahre ein. Dies stützt die These, daß das Rechtssystem die kulturellen Veränderungen sehr genau beobachtet und auf Veränderungen reagiert. Sinngemäß finden sich im oben angeführten Kommentar folgende Erläuterungen:[15] Das Gesetz fand bis Mitte der 60er Jahre breite Zustimmung. Dementsprechend entwickelten sich viele Institutionen, die den Jugendschutz zum Inhalt hatten. Mit Aufkommen der Wandlungsprozesse der 60er Jahre setze eine in den Massenmedien und großen Bevölkerungsgruppen geführte Diskussion um Normen und Wertvorstellungen, insbesondere um die Aufhebung von Sexualtabus ein. In der Fachöffentlichkeit wurde sie sehr kontrovers geführt, bei Erziehern und Jugendhilfe führte sie zu Unsicherheit und Ratlosigkeit. Das Jugendamt zog sich aus dem Jugendschutz zurück.

 

Im Jahre 1972 wird schließlich von der Bundesregierung eine Neufassung des JÖSchG angekündigt. Bis zur Umsetzung im Jahre 1985 vergingen 13 Jahre. In Anlehnung an die Entwicklung des GjSM und meine Überlegung zum Verhältnis von Wertewandel und Rechtsprechung (à These 1) wäre zu erwarten, daß im Zuge gesellschaftlicher Liberalisierung auch die Zensurbestimmungen im Rahmen des JÖSchG gelockert wurden. Gesellschaftliche Veränderungen machten in einigen Bereichen jedoch sogar zusätzliche Regelungen erforderlich: Auch heute enthält §6 JÖSchG noch das Verbot, Kinofilme, die nicht von den obersten Landesbehörden freigegeben worden sind, vorzuführen. Die Altersabstufung wurde auf 6, 12, 16 und 18 Jahre verfeinert. In §7 befinden sich darüber hinaus Einschränkungen und Verbote zum Angebot von Videos und Automaten. Das Aufkommen von Videokassetten und Bildschirmunterhaltungsspielgeräten schuf neue Regelungspotentiale. Gemeint sind mit letzterem wohl erste Computerspiele, die in der kritischen Öffentlichkeit Killerautomaten genannt wurden. Offensichtlich wirken neben dem Wertewandel noch andere Faktoren auf die Zensurbestimmungen ein. These zwei versucht dieser Tatsache Rechnung zu tragen:

 

These 2: Wertewandel in eine bestimmte Richtung hat nicht unbedingt eine Anpassung der Zensurpraxis in die gleiche Richtung zu Folge, da technische Innovationen und neue Sendeformate neuartige Herausforderungen an die Zensurpraxis stellen.

 

Darüber hinaus haben aber auch veränderte Formen menschlichen Zusammenlebens die Einflußsphäre der Zensurinstitutionen vergrößert: Im Zuge des Wertewandels veränderte sich auch das ehemalige Leitbild der bürgerlichen Kernfamilie, in der der Vater berufstätig war und die Mutter für die Erziehung der Kinder sorgte. Kinder sind heute bei der Mediennutzung vermehrt alleine. Der Jugendschutz, der sich ursprünglich auf den öffentlichen Raum erstreckte, beginnt sich auf den privaten Raum auszudehnen. 

 

3.   Herausforderungen an die Zensurpraxis in einer individualisierten Gesellschaft

 

Im Folgenden möchte ich untersuchen, ob und inwiefern die Tendenz der „Individualisierung“ mit einer Veränderung der Zensurbestimmungen – in welcher Richtung auch immer – in Zusammenhang steht. Es ist unbestritten, daß sich das Zeitalter der Postmoderne durch ein relativ lockeres Werte- und Normengefüge sowie durch ein Nebeneinander verschiedener Lebensentwürfe und Sinnwelten auszeichnet. Bereits der in den 60er Jahren geführte Diskurs um Normen und Werte war für viele „nur ein Prozeß der Abwertung und nicht einer der notwendigen Neubewertung.“[16] Dementsprechend büßt das Wertesystem an seiner stabilisierenden Funktion für die Kultur ein. Es stellt sich die Frage, wie das Rechtssystem als System formell festgelegter Normen, auf diesen Schwund informeller Regelungsmechanismen reagiert. J. Isensee bemerkt dazu: „Wo der autonome Konsens der Gesellschaft zerbröckelt, wo Sitte, Sittlichkeit und Religion das Zusammenleben nicht mehr hinlänglich steuern, wo common sense Mangelware wird und soziale Instinktsicherheit verloren geht, wächst das Bedürfnis nach immer mehr Normen (zitiert nach Seim 1997).“[17] Im Sinne dieser Stellungnahme läßt sich nun meine dritte These formulieren:

 

These 3: Das Rechtssystem reagiert auf den Schwund informeller Regeln für menschliches Handeln mit dem Verankern zusätzlicher formeller Rechtsnormen. Dies gilt auch für Ordnungspolitik im Medienbereich.

 

Im folgenden werde ich anhand des Aufkommens neuer Sendeformate wie Talkshows, Reality-TV und sogenannter Gaga-Shows aufzeigen, wie neue Regelungspotentiale geschaffen werden. Die ethisch motivierten Einwände von Zuschauern und Kulturkritikern weisen allerdings darauf hin, daß gewisse tradierte Wertvorstellungen durchaus noch im Bewußtsein verankert sind, allerdings haben sie an Sanktionspotential verloren: Wer sich vor einem Millionenpublikum bloßstellt, muß zwar mit Gelächter und Kritik des Publikums leben, in seiner peer group kann er sich aber des Beifalls sicher sein. 

 

3.1. Talkshows im deutschen Fernsehen: Kulturkritische Einwände und ethische Bedenken 

 

Zahllose Talkshows müssen sich seit längerem den Vorwurf des Schmuddelfernsehens gefallen lassen:  Arabella, Sonja, Sabrina oder Vera am Mittag – um nur einige Beispiele zu nennen - überbieten sich in den Themenbereichen Sexualität, Gewalt und Straftaten mit immer skurrileren Gästen. Zuschauer monieren das Schmuddelfernsehen und die freizügige Behandlung des Themas Sexualität im Nachmittagsfernsehen, wo auch Kinder zuschauen. Aber nicht nur die Zuschauer sondern auch Kulturkritiker haben Einwände gegen diese Entwicklung. Der Ethnologe Hans Peter Duerr erklärt in einem Focusinterview zu diesem Thema,[18] in individualistischen Konkurrenzgesellschaften müsse jeder einzigartig sein und Aufmerksamkeit erregen. Er zweifele jedoch an der inneren Stabilität einer solchen „Spaßgemeinschaft“: Demnach handelt es sich bei unserer Gesellschaft um „eine Pseudogemeinschaft, die nicht nur nichts hält, sondern die nicht einmal etwas verspricht.“[19] Die Erosion von Gemeinschaftswerten habe für unsere Gesellschaft lebensbedrohliche Konsequenzen. Inhaltlich lassen sich die   Kritikpunkte der Kritiker folgendermaßen bestimmen:[20]

 

·      Es geht in den Talkshows nicht um Diskussion, sondern um Show und Klamauk. Verantwortung der medial vorgeführten Menschen vor anderen und sich selbst ist kein Thema.

·      Die Katharsis-Hypothese, daß Gewaltthemen im Fernsehen die eigenen Aggressionen abbaue, ist „endgültig vom Tisch“.

·      Es kommt zu einer Abstumpfung der Konsumenten, der immer abstoßenderes und schrilleres Material geliefert bekommen möchte.

·      Die Öffentlichkeit nimmt den Diskurs über Medienethik nur sporadisch war, da er nicht genügend institutionalisiert ist.

 

Schauen wir uns nun an, in welcher Weise das Rechtssystem auf diese Beschwerden und Einwände reagiert hat.

 

3.2. Rechtliche Entwicklung

 

Im April 1998 beschließt          die gemeinsame Stelle „Jugendschutz und Programm“ der Landesmedienanstalten, den Landesmedienanstalten zu empfehlen, die Talkshow von Arabella Kiesbauer auf die Zeit nach 20:00 Uhr zu verlegen. Kurze Zeit später, im Juni 1998 verpflichten sich die Privaten TV Anbieter zu einem eigenen Verhaltenskodex zu Talkshows im Tagesprogramm. Demnach sollen solche Inhalte und Darstellungen vermieden werden, „die Kinder und Jugendliche beeinträchtigen und desorientieren könnten.“[21] Der Jugendschutzbeauftragte des Senders sei mit einzubeziehen. Verträge mit externen Produkionsfirmen sollen „mit Blick auf die Sicherstellung der gesetzlichen Jugendschutzbestimmungen“[22] überprüft werden. Allerdings scheinen Ethik Kodizes in der BRD keinen praxisrelevanten Einfluß auszuüben: Der deutsche Presserat wacht seit Jahrzehnten über die Einhaltung eines Pressekodex´, ohne daß er in entscheidenden Situationen Beachtung gefunden hätte. Der neuste Rundfunkstaatsvertrag vom ersten April 2000 zeitigt wahrscheinlich stärkere Wirkung als eine Selbstverpflichtung seitens der Medien: Er gibt den Landesmedienanstalten die Befugnis, gesamte Sendereihen auf die Zeit nach 22:00 oder 23:00 Uhr zu verlegen.

 

Die Diskussion um Regulierung und Liberalisierung des TV Marktes findet ihren Niederschlag  auch in den Marschrouten der politischen Parteien. Schauen wir uns anhand eines Beispiels der Bundespolitik an, welche Positionen sich dort im Groben ausmachen lassen.

 

3.3. Exkurs: Die politischen Lager

 

Die Medien-Enquete-Komission des Bundestages ist ein Instrument der Politikberatung, das Empfehlungen geben aber keine Gesetze initiieren kann. Vor dem Machtwechsel 1998 kristallisierten sich folgende Standpunkte zur Kommunikationspolitik heraus:

 

Der Schlußbericht von CDU/CSU und FDP betont, daß sich Informations- und Kommunikationstechniken umso besser entwickeln, „je mehr Freiheit und Verantwortung den Bürgern auch im Wirtschaftsleben gelassen“ werde. Zunächst haben die Anbieter selber ethische Gesichtspunkte zu beachten, erst im Versagensfalle solle der Staat eingreifen. SPD und Grüne fordern hingegen, daß mit Hilfe von Ethik-Kodizes bei den Medien „professionelle Spielregeln durchgesetzt werden müssen.“[23] Die gesamte Komission fordert eine aktiv geführte „Wertedebatte“ sowie den Vorrang von Menschenwürde und Persönlichkeitsrecht vor wirtschaftlichen Interessen. Prinzipiell scheint also auf Bundesebene von den Parteien keine Initiative zu Gesetzgebungsmaßnahmen jenseits von Moralappellen zu erkennen zu sein. Die traditionell „linken“ Parteien sehen einen sogenannten „Nachtwächterstaat“ in der Medienpolitik jedoch eher kritisch.

 

3.4. Zusammenfassung und Anregung zur Diskussion

 

Ein direkter Zusammenhang zwischen Wertewandel und Änderung der Rechtsnormen und damit der Zensurpraxis läßt sich für die Vergangenheit nicht nachweisen. Vielmehr geben technische Entwicklungen und das Aufkommen neuer Sendeformate und Mediengattungen Anlaß zu rechtlichen Einschränkungen auf Seiten der Produktion. Diese Entwicklung läßt sich auch gesellschaftstheoretisch begründen. Die Entwicklungen der Individualisierung und der funktionalen Differenzierung evozieren eine zunehmende Verrechtlichung im Medienbereich: Der mit der Individualisierung einhergehende Verlust eines gesellschaftlichen Konsenses über Werte und Normen gebietet eine zunehmende Etablierung formalisierter Normen im Rechtssystem. Zudem operieren nach dem Konzept der funktional differenzierten Gesellschaft die einzelnen Institutionen nach ihrer eigenen Logik. In der Wirtschaft gilt beispielsweise dasjenige als wünschenswert, was den Gewinn maximiert. Damit entsteht ein steigender Regelungsbedarf zwischen einzelnen Organisationen und Gesellschaftsbereichen. Im Bereich der Medienökonomie bedeutet dies rechtliche Einschränkungen in der Distribution von Medienprodukten.

 

Für die „klassischen“ Zensurbehörden FSK und BPjS und ihre rechtlichen Grundlagen des JÖSchG und des GjSM ist keine völlig einheitliche Entwicklung der Anpassung der Zensurbestimmungen an gesellschaftliche Wertdispositionen erkennen. Dementsprechend kann man auch nur für den Einzelfall einen Zusammenhang zwischen Liberalisierung gesellschaftlicher Wertdispositionen und einer Aufweichung von Zensurbestimmungen nachweisen (à Kapitel 2). Demgegenüber läßt in der Ordnungspolitik im TV Bereich tendenziell eine zunehmende Verrechtlichung und eine damit einhergehend eine Zunahme von Zensurpraktiken beobachten. Einschränkungen des Paragraphen fünf des Grundgesetzes lassen sich in Zukunft vor allem auf diesem Gebiete erwarten.

 

Die Frage nach der Berechtigung dieser Maßnahmen hängt vor allem vom Publikumsbild und der dem Konsumenten zugestandenen Autonomie ab: Muß der Rezipient vor qualitativ minderwertigen und ethisch fragwürdigen Programminhalten geschützt werden, wie sie im Zuge von Quotenkampf und Konkurrenzdruck zunehmend ausgestrahlt werden? Hat der Staat für hochwertige und kulturfördernde Medieninhalte zu sorgen? Oder müssen wir nicht eher vom souveränen, medienkompetenten Nutzer ausgehen, der selber in der Lage ist, Informationen auszusuchen und einzuordnen? Entsteht so nicht auch bei den konkurrierenden Programmanbietern ein Zwang, das Publikum ernst zu nehmen und seine Angebote entsprechend zu gestalten?

 

 

Literatur

 

Gernert, Wolfgang: Das Gesetz zum Schutz der Jugend in der Öffentlichkeit. Kommentar, Düsseldorf 1993.

 

Hepp, Gerd: Wertewandel. Politikwissenschaftliche Grundfragen, München 1994.

 

Hönge, Folker: Wertewandel. FSK-Kriterien und die veränderte Mediengesellschaft, in: epd medien Nr.82, 1999, S.16-21.

 

Klonovsky, Michael, Martin, Uli: Gaga-TV, in: Focus, Nr.10, 2000, S.238-250.

 

Knoll, Joachim und Monssen-Engberding, Elke: Bravo, Sex und Zärtlichkeit.

Medienwissenschaftler und Medienmacher über ein Stück Jugendkultur, Mönchengladbach 2000.

 

Postman, Neil: Wir amüsieren uns zu Tode, Frankfurt a.M.,121988.

 

Seim, Roland: Zwischen Medienfreiheit und Zensureingriffen: eine medien- und

rechtssoziologische Untersuchung zensorischer Einflußnahmen auf bundesdeutsche Populärkultur, Münster 1997.

 

Wahl, Alfons: Jugendschutz in der Öffentlichkeit. Gesetz über die Verbreitung jugendgefährdender Schriften. Textausgabe mit Erläuterungen, Stuttgart ²1954.

 

Werth, Christoph: Vom Reality TV zu Big Brother. Medienethik im Meinungsstreit, in: Universitas. Zeitschrift für interdisziplinäre Wissenschaft, Nr. 7, 2000, S.673-685.

 

 

 

 

 

 

 

 

 



[1] Hillmann, Karl-Heinz (Hg.): Wörterbuch der Soziologie, 1994, S.928.

[2] Hepp, Gerd: Wertewandel. Politikwissenschaftliche Grundfragen, 1994, S.4.

[3] Vgl.: Hepp, Gerd: Wertewandel. Politikwissenschaftliche Grundfragen, München, 1994.

[4] Seim, Roland: Zwischen Medienfreiheit und Zensureingriffen. Eine medien- und rechtssoziologische Untersuchung zensorischer Einflussnahmen auf bundesdeutsche Populärkultur, 1997, S.42.

 

[5] Vgl. dazu vor allem: Postman, Neil: Wir amüsieren uns zu Tode, 121988.

[6] Zitiert nach Seim 1997, S.222.

 

[7] Wahl, Alfons: Jugendschutz in der Öffentlichkeit. Gesetz über die Verbreitung jugendgefährdender Schriften. Textausgabe mit Erläuterungen, ²1954, S.168.

[8] Ebd. S.169.

[9] Ebd. S.172.

[10] Knoll, Joachim und Monssen-Engberding, Elke: Bravo, Sex und Zärtlichkeit. Medienwissenschaftler und Medienmacher über ein Stück Jugendkultur, 2000, S.112ff.

 

[11] Ebd. S.148.

[12] Hönge, Folker: Wertewandel. FSK-Kriterien und die veränderte Mediengesellschaft, in: epd medien Nr.82, 1999, S.18.

 

[13] Wahl, Alfons ²1954, S.26.

[14] Ebd. S.27.

[15] Gernert, Wolfgang: Das Gesetz zum Schutz der Jugend in der Öffentlichkeit. Kommentar, 1993, S.24ff.

[16] Gernert, Wolfgang: Das Gesetz zum Schutz der Jugend in der Öffentlichkeit. Kommentar, 1993, S.25.

 

[17] In: Weigelt, K. (Hg.): Freiheit - Recht – Moral. Mit Beiträgen von M. Hättich, B.Heck u.a., Bonn 1988.

[18] Klonovsky, Michael, Martin, Uli: Gaga-TV, in: Focus, Nr.10, 2000, S.238-250.

 

[19] Ebd. S.246.

[20] Werth, Christoph: Vom Reality TV zu Big Brother. Medienethik im Meinungsstreit, in: Universitas. Zeitschrift für interdisziplinäre Wissenschaft, Nr. 7, 2000, S.673ff.

 

[21] Ebd. S.676.

[22] Ebd. S.676.

 

[23] Ebd. S.679.