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  Seminar Sommersemester 2001:
"Massenkommunikation und Herrschaftsordnung"
   
 

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  Magnus See
   
 

Popkultur vs. Hochkultur 
Die unterschiedlichen Freiheitsgrenzen zweier Kulturformen

 

 

Einleitung

Als der Liedermacher Peter Licht 2001 seinen Song „Sonnendeck“ veröffentlichte, polarisierte die Öffentlichkeit stark. Die einen hielten es für ein geniales Kunstwerk, für viele andere war es lediglich Schund. Diese Unterscheidung ist nicht immer leicht zu treffen und hängt oftmals von dem persönlichen Geschmack des Betrachters ab. In dieser Arbeit soll versucht werden, durch Begriffe und Definitionen die Abgrenzung klar zu machen und gleichzeitig mit Bezug auf das Thema Zensur zu verdeutlichen, dass es bei den verschiedenen Kunstrichtungen auch unterschiedliche Freiheitsgrenzen gibt. Das bedeutet, dass Zensoren oder Zensurbehörden der hohen Kunst oftmals Dinge durchgehen lassen, die in der Popkultur verboten oder als anstößig empfunden werden.

In Peter Lichts zweitem Song im Spätsommer 2001, „Popkultur/Meide“, heißt es ironischerweise: „Meide die Popkultur, denn sie ist schlecht für Dich.“
[i]   Ironischerweise deswegen, da Peter Licht eigentlich dieser Kulturform zuzuordnen ist. Aber er spricht die Gedanken derjenigen aus, die entscheiden, was der Popkultur und was der Hochkultur angehört. Erst wenn der Unterschied deutlich gemacht worden ist, lassen sich Zensureingriffe und Verbote rechtfertigen, da nach Artikel 5 § 3 des Grundgesetzes die Kunst frei sei und nach § 1 des selben Artikels keine Zensur stattfinde.[ii]            politische Bildung (Hrsg.). Bonn 1993. S. 13. Alles, was nicht als Kunst gilt, ist also nicht vor Zensureingriffen geschützt. Neben den im ersten Teil der Arbeit behandelten Definitionen von intellektueller und populärer Kunst sollen weiterhin Aspekte der Diskussion über Zulässigkeit von medialen Darstellungen betrachtet werden.
Zum Ende dieser Arbeit werden ausgewählte Beispiele behandelt, an denen deutlich werden soll, dass ähnliche Anstoßpunkte in der Alltagskultur verboten werden, während sie in der Hochkultur als künstlerisch wertvoll gelten. Die Schwerpunkte hierbei kommen vor allem aus den Bereichen Sex  und Gewalt.

I. Begriffe und Definitionen

Um überhaupt die Diskussion über die verschiedenen Freiheitsgrenzen der Kulturformen führen zu können, sind Erklärungen der in der allgemeinen Debatte verwendeten Bezeichnungen nötig. Die Definition von Kunst ist im Gegensatz zu den Begriffen aus und bezüglich der Popkultur, die in den Lexika klar formuliert sind, weitaus differenzierter und umfangreicher. Daher sollen hier zuerst die wichtigsten Aspekte der Definition von Kunst aus verschiedenen Quellen zusammengefasst werden, bevor popkulturelle Begriffe geklärt werden.

1.Kunst

Als Kunst gilt im weiteren Sinne „jede auf Können oder Wissen basierende Tätigkeit.“[iii] Es ist darüber hinaus die „Anwendung angeborener oder erworbener Fähigkeiten“[iv]       Bertelsmann Lexikothek Verlag 1983. S. 41. mit dem Resultat eines überdurchschnittlichen Werkes. Diese Definitionen beziehen sich eher auf das rein technische Verständnis von Kunst. Im engeren Sinne versteht man unter Kunst jedes „schöpferisch ästhetische Gestalten und dessen jeweiliges Ergebnis“[v], „alles vom Menschen Geschaffene, das über seine reine Funktionalität hinausweist und spezifische Deutungen provozieren soll.“[vi] Der Begriff bezeichnet außerdem die „schöpferische Gestaltung, in der Eindrücke, Erfahrungen, Erlebnisse und Gedanken des Künstlers“[vii] durch das von ihm gewählte Medium zum Ausdruck gebracht werden. Wie schon in der Einleitung angesprochen gilt nach Artikel 5 GG die Kunst als frei, solange andere Menschen durch Kunstwerke nicht in ihren Rechten verletzt werden. Kunstfreiheit bezieht sich aber nicht nur auf das reine Schaffen, sondern auch auf das gewählte Medium des Künstlers. Genau hier beginnen Streitfragen darüber, ob Gebrauchsgegenstände als Kunst gelten können. Marcel Duchamps z.B. stellte vorgefertigte Industrieprodukte in den Kontext eines Museums und deklarierte sie als Kunst.[viii] Eine genauere und allgemeingültige Definition ist also relativ schwierig, da viele Faktoren mitspielen, u.a. die zeitliche Epoche, die Kunstgattung, die Gestaltungsmittel, die Stimmung der aktuellen Gesellschaft oder auch das Selbstverständnis des Künstlers.[ix] Selbst bei Streitfällen vor Gericht sind sich Gesetzgeber, Verwaltungsbeamte oder Richter nicht darüber im Klaren, wie sie objektiv zu urteilen haben.[x]       Deutscher Taschenbuch Verlag: München 1968. S. 10. Aus diesem Grund kommt es auch immer wieder zu Diskussionen über Schund und Kunst zwischen Kritikern und Gesetzgebern auf der einen Seite und Künstlern auf der anderen Seite. Es läßt sich aber wohl innerhalb der Kunstdefinition differenzieren. Zum einen gibt es die Gebrauchskünste, also Architektur, Gebrauchsgrafik, Gartenkunst u.ä., zum anderen spricht man von den bildenden Künsten. Dies ist ein Sammelbegriff für Bildhauerei, Malerei und die darstellenden Künste, also Literatur, Musik, Theater und Tanz. Sie sind gekennzeichnet durch das Zusammenwirken von Inhalt und Form, wobei der Künstler im Gegensatz zu der Gebrauchs- oder Auftragskunst eine übergeordnete Intention verfolgt. Im Weiteren gehen wir beim Gebrauch des Wortes „Kunst“ von den bildenden Künsten aus.
Dieser knappe und sicherlich nicht vollständige Versuch einer Kunstdefinition zeigt genau das verbreitete Problem, dass man nicht mit Bestimmtheit sagen kann, was Kunst ist. Wohl aber deutlich präziser vermögen Lexika zu sagen, was denn keine Kunst ist. Die im Folgenden zusammengetragenen Begriffe sind zur Identifikation von popkulturellen Werken gedacht und beziehen sich vorwiegend auf die Literatur. Sie lassen sich aber mühelos auf andere Medien und Kunstrichtungen übertragen.

2. Schund

Allgemein meint der Terminus „Schund“ wertloses Zeug oder Ausschussware.
In der Kunst wird die Bezeichnung bei minderwertiger Ware angewandt, die den Eindruck fabrikmäßiger Herstellung erweckt.
[xi]                  Bertelsmann Lexikothek Verlag 1983. S. 37.

„Schundliteratur“
bezeichnet einen Teil der Trivialliteratur, v.a. für „erzählende Texte, die literarisch anspruchslos und – im Sinne einer bürgerlichen Moral – moralisch nicht einwandfrei sind.“
[xii]    J.B. Metzlersche Verlagsbuchhandlung 1990. S. 419. Allerdings hängt die Beurteilung sehr vom jeweiligen Standpunkt des Betrachters ab. Die Grenzen zum Kitsch und zur pornographischen Literatur sind fließend, jedoch wird mit dem Terminus Schund eher die Gewaltkomponente angesprochen. Gesetzliche Initiativen gegen Auswüchse der Schundliteratur werden unterstützt durch die Aktivitäten bestimmter Gruppen und Institutionen. Die eingesetzten Mittel reichen von der verbalen Diffamierung in entsprechenden Publikationsorganen über den diskriminierenden Vergleich mit „guter“ Literatur bis hin zum autoritären Verbot. Heute fasst man unter Schundliteratur meist die Groschen-Heftromane zusammen, die als Abenteuer-, Kriminal-, Wildwest-, Kriegsromane etc. vornehmlich an Kiosken und Bahnhofsbuchhandlungen vertrieben werden. Mit dem Begriff „Schundliteratur“ verbindet man eine massenhafte Verbreitung und eine niedere soziale Rezipientenschicht, obwohl sich Motive und Stoffe auch in der Hochliteratur finden lassen.[xiii]

Unter „Trivialliteratur“ versteht man „literarische Schriften, die inhaltlich oder sprachlich-stilistisch als minderwertig gelten; [es sind] meist Werke, in denen immer wieder dieselben Themen wie Liebe, Abenteuer, Krieg, Verbrechen oder Science Fiction in abgedroschener d.h. klischeehafter Weise abgehandelt werden.“
[xiv] Zur Trivialliteratur werden im Grunde alle Texte gezählt, die nicht den Maßstäben der jeweils geltenden Normen für die sogenannte „gehobene“ oder „hohe“ Literatur entsprechen. Sie umfaßt die größtenteils in Heftform erscheinende Schundliteratur (s.o.). Dadurch dass die Trivialliteratur auch in nicht-poetischer Form wie Comics o.ä. existiert, wird ein weiteres konstitutives Merkmal neben der Minderwertigkeit aufgezeigt, nämlich die massenhafte Verbreitung des Mediums. Durch die Tatsache, dass die Trivialliteratur aber auch in denselben Gattungen wie die Hochliteratur existiert, und eine Vielzahl literarischer Elemente und Techniken in beiden Bereichen auf die selbe Weise verwendet werden, hat eine behelfsmäßige Aufteilung in untergeordnete Literaturschichten (Hochliteratur, Unterhaltungsliteratur und Trivialliteratur) ihre Gültigkeit verloren. Bestandteile des Alltags finden sich auch in der zeitgenössischen Hochliteratur wieder und dies zeigt, dass keine festen Grenzen zwischen den einzelnen Bereichen bestehen und eine Zuordnung zu einer Literatur- oder medialen Kunstform rein subjektiv von individuellem und kollektivem Geschmack bestimmt ist.

„Popliteratur“
ist eine „Bezeichnung für die Literatur der Popkultur. Zu unterscheiden ist 1. die populäre Unterhaltungsliteratur (Bravo, Playboy etc.) und 2. eine Literatur, die mit provokanter Exzentrik, Obszönität, Unsinnigkeit und Primitivität gegen eine derartige Unterhaltungsliteratur gerichtet ist wie gegen eine Elitekunst oder gegen etablierte Normen.“
[xv] Die Popliteratur arbeitet mit Elementen, Techniken, Mustern trivialer Literaturgenres wie allgemein mit fast allen Objekten des Massenkonsums. Ihre Verbreitung „tendiert zur Serie, etwa bei Fortsetzungsroman, Comics oder Romanheft.“[xvi]

„Kitsch“
ist seit dem „19. Jhd. ein verbreiteter Ausdruck für minderwertige Kunst. Die zuerst für subjektive Werturteile im Bereich der bildenden Künste gebrauchte Bezeichnung wird heute für alle Bereiche der Produktion mit Kunstanspruch verwendet.“
[xvii] Unter Kitsch versteht man künstlerische Produkte, die sich durch massenhafte Verbreitung und damit geschäftlichen Erfolg auszeichnen, bei denen allerdings die Aussage eher im Hintergrund steht. Häufig werden Werke mit dem negativen ästhetischen Werturteil „Kitsch“ belegt, die formal und inhaltlich anspruchsvolle Kunstprodukte als „gesunkenes Kulturgut“[xviii] simplifizieren und popularisieren oder gesellschaftlich gebundene Kunstformen auf andere soziale Schichten des Kunstkonsums übertragen. Der Inhalt des Begriffs „Kitsch“ ist an historische Wertnormen gebunden, daher als Geschmacksurteil dauernder Veränderung unterworfen, wie etwa die neuerliche Aufwertung des vormals als „Kitsch“ bezeichneten kommerziellen Jugendstils bezeugt.  Man unterscheidet nach inhaltlichen Kriterien den „süßen oder sentimentalen Kitsch, der mit konventionellen, sentimentale Leseerwartungen bestätigenden Mitteln ein schematisch-harmonisches Weltbild vermitteln will, und den sauren oder intellektualistischen Kitsch, der moderne .elitäre Kunstmittel bevorzugt und Trivialität, vielfach pessimistische oder pseudo-kritische Prägung, durch unbegründeten begrifflichen Aufwand zu verdecken sucht.“[xix]
Diese, aus Lexika zusammengefassten Definitionen von Kunst und Schund im weiteren Sinn sollten einen Einstieg in die Diskussion darstellen, warum Popkultur eher zensiert wird als Hochkultur. Die Hauptargumente werden im Folgenden dargestellt.

II. Aspekte und Annahmen der Diskussion über unterschiedliche Freiheitsgrenzen

Wie bereits erwähnt sind zensorische Eingriffe oder Maßnahmen erst dann zulässig, wenn einem Werk der Kunstcharakter verwehrt wird. Mit welcher Begründung dies geschieht, und warum gerade popkulturelle Medien darunter zu leiden haben, soll in diesem Kapitel geklärt werden. Die dargestellten Argumente spiegeln lediglich die Meinung der Kritiker wider, nicht die des Autors dieser Arbeit.

Die wichtigsten Argumente für die Deklarierung eines Kunstwerks als Schund gehen vom Aspekt der Massenproduktion aus. Kritiker der Popkultur wie McQuail unterstellen ihr, dass durch die hohe Auflage der Medien die Kunst keine Rolle mehr spiele. Sie führen an, dass reine Profitmaximierung im Vordergrund stehe.
[xx] Wann immer mit einem Werk Geld verdient wird, kann es sich demnach nicht um Kunst handeln. Die Folgen einer Publikation des Mediums aus rein finanziellen Interessen seien zum einen eine Stereotypisierung, da man an bewährten Darstellungen, Medien oder Ähnlichem festhalte, wohl mit dem vermeintlichen Wissen oder der Annahme, dass die Konsumenten – z.B. bei Comics oder Groschenheften – von ihren Gewohnheiten nicht abweichen wollen, und immer das gleiche Schema für sie attraktiv sei. Solche Schemata wären z.B. der ewige Kampf „Gut gegen Böse“, mit der Liebe zusammenhängende Tragik oder der Beibehalt der selben Charaktere in Comic-, Fernseh- oder Buchserien. Künstlerische Weiterentwicklung wie den Ausbau statischer Charaktere schließen Kritiker aus, und damit gelten Produkte, auf die dieses Kriterium zutrifft, nicht als Kunstwerke.

Zum anderen leide die Qualität unter dem „Druck von unten“
[xxi], also der Befriedigung des Geschmacks der Massen, da man möglichst viele Menschen erreichen und zufriedenstellen will. Sind die Kunden erst einmal zufrieden, bleiben sie den Produzenten und deren Produkten treu. Durch diese ständigen Wiederholungen werden die Werke aber oberflächlich und platt, gelten also nicht als künstlerisch wertvoll.

Für viele Kritiker ist Popkultur lediglich „ein Gegenstand stumpfen Vergnügens jener Massen, deren mangelnde Kultiviertheit und grobe Sinnlichkeit abstoßend wirkt.“
[xxii]                   Opladen/ Wiesbaden: Westdeutscher Verlag GmbH 1998. S. 65. In dieser Annahme stecken mehrere Aspekte. Rezipienten von Alltagskultur bzw. niederer Kultur wird eine gesellschaftlich eher unten anzusiedelnde Schicht unterstellt. Damit ist auch die Auffassung verbunden, dass diese Schicht ein eher niedriges Bildungsniveau und daher ein geringes Kunstverständnis hat. Werke, die von diesen Personen konsumiert werden, scheinen also von Oberflächlichkeit zeugen zu müssen, um den Konsumenten zugänglich gemacht werden zu können. Somit gelten sie als qualitativ minderwertig und als frei von jedem Kunstanspruch, sind daher nicht vor Zensureingriffen geschützt.

Doch nicht nur schichtspezifische Merkmale der Leser, Hörer oder Zuschauer sind zu beachten, sondern auch die altersspezifischen Eigenschaften. Durch die massenhafte Verbreitung wird auch eine größere Rezipientenschicht angesprochen. Jugendliche sind in erster Linie Zielgruppe für Popkultur, allerdings gelten sie zur „unmündigen Schicht“
[xxiii]              1995. S. 68/69. (= Studien und Texte zur Sozialgeschichte der Literatur, Band 51). und müssen geschützt werden. Wegen des jungen Alters unterstellt man ihnen eine Unerfahrenheit in bezug auf das Leben, einen niedrigen Bildungsgrad und eine oberflächliche Betrachtungsweise mit den Medien. Sie wären nicht in der Lage, zwischen Realität und Fiktion zu unterscheiden und wüssten nicht, wie sie kritisch mit dem Dargestellten umzugehen haben.[xxiv] Das bedeutet gleichermaßen, dass die Popkultur keinen Anlass zum Nachdenken und zur Reflexion gibt, keine Tiefgründigkeit besitzt und den Kunstanspruch der kritischen Auseinandersetzung mit dem Medium nicht erfüllt. Zensiert wird, wenn die Institutionen „Gefahr im Verzug“[xxv]                alltägliche Gewalt. Hamburg: Rowohlt 1993. sehen, d.h. befürchten müssen, dass Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung gefährdet sein könnten. Daher wirft man eher ein Auge auf Darstellungen in Comics oder Filmen als auf mittelalterliche Gemälde, die z.B. Hexenverbrennungen zeigen. Das soziale Umfeld von Jugendlichen findet sich nämlich eher in Comicläden oder Kinos als in Museen.

Dass Kinder und Jugendliche geschützt werden müssen vor jugendgefährdenden Schriften, kann bis zu einem gewissen Grad nachvollzogen werden. Die „Doppelzüngigkeit der Zensur“
[xxvi]      auf bundesdeutsche Populärkultur. Münster: Telos Verlag 1997. S. 384. offenbart sich aber, wenn ein Kunstwerk nur anhand seiner Aufmachung als Schund qualifiziert wird. Kritiker achten darauf, auf welche Weise ein Thema in einem Werk verarbeitet wird. Das Motiv der Sexualität ist hierbei wohl eines der besten Beispiele. Erotikmagazine, die billig sind, eine hohe Auflage haben und leicht zugänglich sind,  werden oft wegen ihrer obszönen Darstellung verboten oder zensiert. Die Begründung lautet hierbei, dass es sich um jugendgefährdende Darstellungen handelt. Die Doppelmoral liegt nun darin, dass verwandte oder ähnliche Darstellungen in der Hochkultur unbeanstandet bleiben. Würde man die Magazine aber in geringer Stückzahl für viel Geld und als Luxusausgabe anbieten, könnten sie als Kunst gelten.[xxvii]

Die Diskussion, ob eine Darstellung von Erotik künstlerisch wertvoll oder als Schund gilt, existiert schon lange. Viele Kritiker versuchen, definitionsmäßig zwischen Pornographie und Erotik zu unterscheiden. Nur eine von vielen Definitionen lautet, es gebe in Pornofilmen „keine Charaktere, nichts als sexuelle Aktivität und er [sei] nicht von jemandem gemacht, von dem man schon gehört [hätte].“[xxviii]              München: Verlag Frauenoffensive 1988. S.92. Eine solche Definition lässt aber viele Umgehungsmöglichkeiten frei. Wenn z.B. Steven Spielberg einen Erotikfilm drehen würde, sei dieser dann künstlerisch wertvoll und könnte trotz vielleicht pornographischer und für Jugendliche ungeeigneter Darstellungen unbeanstandet bleiben? Daher gilt wohl die nach dem Strafrecht geltende Definition von Pornographie, wonach pornographische Illustrationen „zum Ausdruck bringen, dass sie ausschließlich oder überwiegend auf die Erregung eines sexuellen Reizes bei dem Betrachter abzielen und dabei die im Einklang mit allgemeinen gesellschaftlichen Wertvorstellungen gezogene Grenzen des sexuellen Anstandes eindeutig überschreiten.“[xxix]                   Gesellschaft Karlsruhe, Schriftenreihe Heft 205). Weiterhin gilt eine Darbietung als pornographisch, wenn folgende Kriterien zutreffen: ein unrealistisches Abbild der sexuellen Vorgänge, die Isolierung der Sexualität, also der reine Geschlechtsakt ohne Zusammenhang und Handlung, die Aufdringlichkeit der sexuellen Darbietung, die Degradierung eines Menschen –meist der Frau– als sexuelles Objekt und die damit zusammenhängende Erniedrigung des Geschlechts, außerdem eine Wesenverfälschung und Entmenschlichung der Sexualität.[xxx] Die Diskussionspunkte werden bei dem Versuch, Bildnisse von Sexualität in medialer Form als Schund zu qualifizieren, immer wieder neu ausgelegt.

Ein wichtiger Punkt hierbei ist sicherlich die Isolierung der Sexualität (s.o.). Dieser Aspekt gilt für die Diskussion über Kunst und Schund auch generell. Nicht nur die mediale Aufmachung der Werke ist entscheidend, sondern auch der Kontext des Dargestellten. Es wird daher darauf geachtet, ob kontextlose Erotik, Gewalt oder ähnliches vorliegt, nicht in ein anerkanntes Konzept einzuordnen ist.               
Horrorfilme z.B. geraten deswegen immer wieder in die Mühlen der Zensur. Als Popkultur bereits klassifiziert ächten Kritiker sie auch gerne als „Schundfilme“.
[xxxi]                  1990. S. 49. (=Reihe Medienwissenschaft Band 6). Andere wiederum sehen sie als Kunst an, da sie ästhetisch allgemein anerkannte Mittel verwenden, wie die Schaffung einer fiktionalen Gegenwelt zum Alltag[xxxii], womit das Künstliche klar hervorgehoben wird. Der Hauptkritikpunkt ist aber wieder der kommerzielle Gedanke, mit der Angst Geld zu verdienen. Die bloße Darstellung von Gewalt in den Horrorfilmen kann nicht mehr als Aspekt für eine Qualifikation zum Schund ausreichen, da sie doch in eine Handlung mit beabsichtigtem Ende eingebettet ist.
               

Dieser Vorwurf wird aber immer gebracht, wenn es um die Diskussion geht, ob Comics Kunst sind. Gerade Comics geraten immer wieder in die Hände der Zensoren, da sie nur bunte Bilder mit Kämpfen von Superhelden zeigen, dabei aber kaum Text verwendet. Dabei sind Comics oftmals harmloser als angesprochene Gemälde, wie die Behandlung konkreter Beispiele später noch zeigen wird. Man verwehrt dem Comic vor allem in Deutschland den Kunstcharakter und klassifiziert ihn als minderwertig und schädlich.
[xxxiii]          verbesserte Auflage Münster: Telos Verlag 200. S. 198. Aus verschiedenen Definitionen geht hervor, warum der Comic nicht als Kunst gilt. Er wird beschrieben als „triviales Bildgenre in billigen Heftromanen“[xxxiv]                   1973, S. 66f. zitiert nach: Seim/ Spiegel, 2000. S. 199. mit „primitivem und brutalem Inhalt“[xxxv], gekennzeichnet durch „klischeehafte Ikonographie“[xxxvi] und „total ausdruckslose Trivialgestik“.[xxxvii] Gero von Wilpert beschreibt es als „unterste, ästhetisch, literarisch und gehaltlich mangelhafte Stufe der Bildgeschichte“[xxxviii]           Seim/ Spiegel, 2000. S. 199. und unterstellt den Lesern fehlendes logisches Denken und Differenzieren des Weltbildes.[xxxix] Die Comics selber seien „gefährlich, abstumpfend, verrohend und das geistige Leistungsvermögen zersetzend.“[xl] All dies zusammen disqualifiziert den Comic  in bezug auf den Kunstanspruch.

Ein weiterer Grund, ein Werk als Schund zu deklassieren ist die offensichtliche Selbstbezeichnung als Schund. So tragen einige Medien die Zuordnung zu einer Kulturform schon im Namen wie „Pulp Fiction“oder „Bad Taste“. Dass hier Ironie im Spiel sein könnte, scheint die Zensoren nicht zu interessieren.                

Dass die so genannten Mächtigen aber ein Auge auf die Popkultur werfen, hängt damit zusammen, dass alltagskulturelle Medien geeignet sind, Kritik an Staat, Kirche oder sonstigen mächtigen Personen zu üben, allein wegen des hohen Konsumentenkreises. Da die Mächtigen schon seit jeher versuchen, die Kunst unter ihre Kontrolle zu bringen, können sie dem Recht auf Kunstfreiheit und damit der kritischen Darstellung ihrerseits nur durch zensorische Eingriffe entgegenwirken. Dies ist aber nur durch die klare Zuordnung eines Mediums als Schund möglich.
[xli]                
Zuletzt soll darauf hingewiesen werden, dass für Kritiker die Kunst etwas Besonderes
[xlii]          Salomon. de/Zensur/kultur.htm sein soll, und durch die wachsende Gewohnheit und Vertrautheit der Rezipienten (s.o.) mit der Materie verliert das Werk die Besonderheit. . Postmoderne Kunst zeichnet sich gerade dadurch aus, dass sie Elemente des täglichen Lebens aufgreift und abbildet. In Romanen z.B. finden die Leser nicht mehr nur fiktive Personen, Orte oder Begebenheiten wieder, sondern auch Darstellungen, bei denen sie Zusammenhänge oder Parallelen zu ihrem eigenen Leben wiederfinden. Das bedeutet, dass das Künstliche nicht mehr klar erkennbar ist oder deutlich abnimmt; dem Durchschnittsleser wird unterstellt, dass er wenig oder kaum mehr zwischen Realität und Fiktion unterscheiden kann. Durch diese Annahme werden popkulturelle Medien vielfach Opfer der Zensur, vor allem wenn man von Jugendlichen und deren Medienkonsum in Form von Gewalt und sexuellen Darstellungen ausgeht.

Exkurs: Wirkungen von Mediendarstellungen

An dieser Stelle soll nur knapp auf das vieldiskutierte Thema von Mediendarstellungen und deren Wirkung eingegangen werden. Hinsichtlich der Wirkungen von Gewaltdarstellungen gibt es viele diskutierte Hypothesen. Die Stimulationshypothese besagt, dass Aggressionen in den Medien die Gewaltbereitschaft der Rezipienten verstärkt. Die Reinigung von Gewalt durch das Konsumieren von Gewalt im Sinne einer Ventilfunktion erfasst die Katharsishypothese. Bei der Inhibitionshypothese geht man davon aus, dass Aggressionen in den Medien eine Hemmung aggressiven Verhaltens auslöst.  Der Aspekt der Abstumpfung gegenüber und Gewöhnung an Gewalt wird durch die Habitualisierungshypothese vertreten. Zuletzt existiert in Form der Erregungshypothese die Annahme, dass Medienaggressionen zu emotionaler Erregung führt.[xliii]   Volker Spiess 1988. S. 74.                
Eher antiquierte Ansichten vertritt der Pädagoge Werner Glogauer. Er geht davon aus, dass „Kinder und Jugendliche durch Medien aggressiv und kriminell werden.“
[xliv]               satanischer Darstellungen. 4. Auflage Baden-Baden: Nomos-Verlag 1994. S. 7/8. Die moderne Wirkungsforschung und deren Vertreter wie Michael Kunczik relativieren die Rolle der Medien allerdings. Für sie sind Medien nicht schuld an Nachahmungstaten oder aggressivem Verhalten, sondern vielmehr spielen soziale  Faktoren, die die Persönlichkeit des Konsumenten beeinflussen, die wichtigste Rolle.[xlv]

Hierbei handelt es sich um Persönlichkeitsmerkmale oder das soziale Umfeld, so z.B. ob der Jugendliche in einem behüteten Elternhaus aufwächst, welchen Umgang mit anderen Jugendlichen er pflegt oder welche Erfahrungen er mit Gewalt gemacht hat, die spätere Handlungsweisen bestimmen.[xlvi] Wenn nämlich tatsächlich die Medien Schuld am späteren aggressiven Verhalten eines Jugendlichen Schuld sein sollte, müssten ja alle Zuschauer von Gewalt- oder Horrorfilmen gewalttätig werden. Dies ist natürlich nicht der Fall. Auch kann man keine Aussage darüber machen, in wie fern die Menge der konsumierten Gewalt ausschlaggebend sein kann.[xlvii] Wichtig ist, dass Fernsehen oder Medien nur Teile der Persönlichkeitsentwicklung sind. Dies sollte nur in knapper Form eine Zusammenfassung der Medienwirkungsforschung sein.

III. Schlussbemerkung

Zum Schluss seien noch mal die wichtigsten Aspekte der Diskussion zusammengefasst, die Medien als nicht zur Kunst geltend klassifizieren und somit der Zensur zugängig zu machen.

Die Popkultur zeichnet sich durch massenhafte Produktion mit finanziellen Absichten aus. Durch die Quantität leidet die Qualität und das Medium gilt als künstlerisch minderwertig. Durch die Massenproduktion wird ein größerer Rezipientenkreis erreicht, wobei es sich bei der Popkultur eher um Jugendliche handelt, die unmündig sind und vor anstößigen Darstellungen, ob Gewalt oder Erotik, geschützt werden müssen. Mediale Darbietungen von Gewalt oder Erotik stehen in der Popkultur oft ohne Kontext und sind daher als Schund zu klassifizieren.
Meiner Meinung nach sollte der starre Kunstbegriff gelockert und die damit zusammenhängende Diskriminierung der Popkultur aufgehoben werden. Wie können sich Kritiker und Zensoren das Recht herausnehmen, Kunstwerke als Schund zu bezeichnen, wobei es sich doch um eine diskussionsaufwendige und sehr geschmacksorientierte Problematik handelt? Das Selbstverständnis der Künstler, so z.B. Comiczeichner wird hierbei verletzt und missachtet. Jugendliche vor Popkultur schützen zu wollen ist meiner Meinung nach ein schwieriges Unterfangen und geht immer auf Kosten derer, die der mündigen Schicht angehören und selbst entscheiden können, was sie konsumieren wollen. Im Laufe der Zeit hat es immer wieder Entwicklungen und Veränderungen der Ansichten gegeben. Kunstwerke, die damals verpönt waren, gelten heute als kulturell wertvoll. Es gibt also durchaus Hoffnung auf Veränderung der konservativen Kunstauffassung.

IV. Ausgewählte Beispiele

In diesem letzten Kapitel sollen einige konkrete Medienbeispiele gegenübergestellt werden, wobei es sich um die Darstellung der selben Themenbereiche handelt, die aber in der Popkultur zensiert wurden und in der Hochkultur unbeanstandet blieben.

Abb.1 & 2:

Abbildung 1 zeigt Pisanellos Hanged Men, das ausgestellt ist im British Museum in London.[xlviii]          Publication, inc. 1991. Es zeigt mehrere gehängte Männer. Abbildung 2 zeigt dagegen ein Bild aus einem Commanche-Comic, Der lange Weg nach Laramie, wo ebenfalls ein Gehängter abgebildet ist, aber durch Sprechblasen im Nachhinein retuschiert wurde.[xlix]

   

Hier sieht man, wie das Thema Gewalt unterschiedlich behandelt wird.

Abb. 3 & 4:

In den Abbildungen wird eine erotische Beziehung zu Tieren angedeutet. Wie man zu diesem Thema steht, soll nun nebensächlich sein. Tatsache ist, dass Comerres The Triumph of the Swan als Kunstwerk gilt[l], wohingegen Abbildung 4, Dog and Horse Perversion, zensiert wurde.[li]

  

Abb. 5 & 6:

Abbildung 5, Edward Lucie-Smiths Untitled, zeigt einen erigierten Penis, was nach Definition der Zensoren verboten ist. Aber da es als Kunstwerk gilt, bleibt die Darstellung unbeanstandet.[lii] Abbildung 6 dagegen, das Erwachsenencomic Morbus Gravis 3, wurde in der Form zensiert, dass einem schwimmenden nackten Mann der Penis retuschiert wurde, obwohl er kaum erkennbar ist.[liii]

  

[i]Licht, Peter: Popkultur/Meide. auf: Peterlicht: Vierzehn Lieder. Track 3. G.G Records. 2001. 

[ii]Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland. Bundeszentrale für 

[iii]Encarta 99. Enzyklopädie. © Microsoft 1999.

[iv]Das Bertelsmann Lexikon in zehn Bänden. Band 6. Gütersloh: 

[v]Ebd.

[vi]Encarta 99, 1999.

[vii]Ebd.

[viii]Ebd.

[ix]Das Bertelsmann Lexikon in zehn Bänden, S. 41.

[x]Ott, Sieghart: Kunst und Staat. Der Künstler zwischen Freiheit und Zensur. 

[xi]Das Bertelsmann Lexikon in zehn Bänden. Band 9. Gütersloh: 

[xii]Schweikle, Günther und Irmgard (Hrsg.), Metzler Literaturlexikon. Begriffe und Definitionen. 2. überarbeitete Auflage. Stuttgart:

 [xiii]Ebd.

[xiv]Ebd., S. 473.

[xv]Ebd., S. 359.

[xvi]Encarta 99, 1999.

[xvii]Metzler Literaturlexikon, 1990, S. 239.

[xviii]Ebd.

[xix]Ebd.

[xx]Mc Quail, D.: Kommerz und Kommunikationstheorie, in: Media  Perspektiven 10, 1986, zitiert nach: Kunczik, Michael: Gewalt und Medien. Zweite Auflage Köln, Weimar, Wien: Böhlau 1994. S. 187.

[xxi]Ebd.

[xxii]Hinz, Ralf, Cultural Studies und Pop. Zur Kritik der Urteilskraft wissenschaftlicher und journalistischer Rede über populäre Kultur.

 [xxiii]Siemann, Wolfram: Normenwandel. in: McCarthy, John A./ von der Ohe, Werner (Hrsg.): Zensur und Kultur. Zwischen Weimarer Klassik und Weimarer Republik mit einem Ausblick bis heute. Tübingen: Niemeyer Verlag

 [xxiv]Glogauer, 1994.

[xxv]Meierding, Gabriele, Psychokiller. Massenmedien, Massenmörder und

 [xxvi]Seim, Roland: Zwischen Medienfreiheit un Zensureingriffen. Eine medien- und rechtssoziologische Untersuchung zensorischer Einflußnahmen

 [xxvii]Ebd.

[xxviii]Zitiert nach: Kappeler, Susanne: Pornographie. Die Macht der Darstellung.

 [xxix]Bundestags-Drucksachen VI/1552, S. 33, VI/3521, S. 60. Zitiert nach: Schroeder, Friedrich Christian: Pornographie, Jugendschutz und Kunstfreiheit.                 Heidelberg: C.F.Müller Juristischer Verlag 1992. S. 16. (= Juristische Studien-

 [xxx]Ebd.

[xxxi]Zitiert nach: Eckert, Roland u.a.: Grauen und Lust – Die Inszenierung der Affekte. Eine Studie zum abweichenden Videokonsum. Pfaffenweiler: Centaurus-Verlag

 [xxxii]Ebd.

[xxxiii]Hiebing, Dieter: Nicht gesellschaftsfähig? – Comics und Zensur. in: Seim, Roland/ Spiegel, Josef: „Ab 18". zensiert, diskutiert, unterschlagen. Beispiele aus der       Kulturgeschichte der Bundesrepublik Deutschland. Band 1. 3. und

 [xxxiv]Thomas, Karin: DuMonts kleines Sachwörterbuch zur Kunst des 20. Jahrhunderts.

 [xxxv]Ebd.

[xxxvi]Ebd.

[xxxvii]Ebd.

[xxxviii]Von Wilpert, Gero: Sachwörterbuch der Literatur. 1979. S. 146f. zitiert nach: 

[xxxix]Ebd.

[xl]Ebd.

[xli]Ott, 1968, S. 7ff.

[xlii]Zitiert nach: Struck, Sarah: Zensur in der Hochkultur Deutschlands oder Was können sich Kunstschaffende gerade noch erlauben? www. Schmidt-

 [xliii]De Haen, Imme: Gewalt im Fernsehen, Film, Bild, Ton. Stuttgart:Fachstelle für Medienarbeit Diözese Rottenburg 1981. S. 84. zitiert nach:Maletzke, Gerhard: Kulturverfall durch Fernsehen? Berlin: Wissenschaftsverlag

 [xliv]Glogauer, Werner: Kriminalisierung von Kindern und Jugendlichen durch Medien. Wirkungen gewalttätiger, sexueller, pornographischer und

 [xlv]Kunczik, Michael: Wirkungen von Gewaltdarstellungen. Zum aktuellen Stand der  Diskussion. in: Ekkehard Mochmann / Uta Gerhard (Hg.): Gewalt in Deutschland. Soziale Befunde und Deutungslinien. München 1995.  S. 94/95. 

[xlvi]Ebd.

[xlvii]Ebd.

[xlviii]Puppi, Lionello: Torment in Art. Pain, Violence and Martyrdom. International

 [xlix]Seim, Roland/ Spiegel, Josef (Hrsg.), Der kommentierte Bildband zu „Ab 18".zensiert, diskutiert, unterschlagen – Zensur in der deutschen Kulturgeschichte.        Münster: Telos Verlag 1999. S. 119/112.

[l]Lucie-Smith, Edward: Ars Erotica. New York 1997.

[li]Seim, Roland/ Spiegel, Josef, 1999, S. 241.

[lii]Lucie-Smith, 1997.

[liii]Seim, Roland/ Spiegel, Josef, 1999. S. 123.

 

 

   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
 
 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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